Messehighlight 13. April 2026

Laserbasierte Fertigung komplexer Glasoptiken

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Laserpolitur einer Ø30 mm Quarzglaslinse mit CO2-Laser mit resultierender Ra < 1 nm.
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DSMLA mit 20 x 20 Linsen, einem Pitch von 500 µm und einer Mittendicke von 40 µm (SLE-Formgebung).
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Asphärische Gullwing-Linse (Ø40 mm) nach der laserbasierten Formgebung mit der SLE-Drehmaschine.
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SLE-Drehmaschine zur Herstellung großer Optiken unter Ausnutzung hoher Drehgeschwindigkeiten.
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Faser-Chip-Koppler mit integriertem Isolator, Strahlteiler, Optiken und Fasern.
Selektives Laser-induziertes Ätzen (SLE) ist ein zweistufiges Fertigungsverfahren zur Herstellung monolithischer 3D-Bauteile aus transparenten Materialien mit einzigartiger Geometriefreiheit und hoher Präzision. Bei optischen Elementen werden Vorderseite, Rückseite und Randzylinder in einer einzigen Aufspannung mit höchster Präzision der optischen Achsen zueinander bearbeitet.
Ein alternatives Verfahren zur Formgebung der Optiken ist der Laserabtrag, bei dem der Materialabtrag des Inversen der Soll-Geometrie schichtweise erfolgt. Je nach Glassorte werden Abtragraten von über 0,5 mm³/(W min) erreicht.
Anschließend wird bei der Laserpolitur die Oberfläche der Glasoptik aufgeschmolzen und so eine Glättung durch Materialumverteilung in Folge der Oberflächenspannung bewirkt. Rauheiten Sa < 1 nm können hierbei mit Prozessraten > 5 cm² / s erzielt werden.
Sollten die Anforderungen an MSFE und LSFE noch nicht erreicht sein, so kann mit einem gepulsten CO2-Laser im Laser Beam Figuring Prozess ein lokal begrenzter Materialabtrag im nm-Bereich umgesetzt werden. Hierbei wird eine laterale Auflösung von ~ 50 µm erzielt, wodurch MFSE vollständig bis zu Ortswellenlängen von 100 µm entfernt werden können.